Bilder aus dem Religionsunterricht

 

Leben in Palästina zur Zeit Jesu (2. Schuljahr)

Es macht den Schülern viel Spaß das Haus gemeinsam einzurichten. Das Haus besteht aus fünf einzelnen Styroporteilen, die mit Krampen zusammengesteckt werden. So ist es leicht und kann relativ gut transportiert und verstaut werden. Der Nachteil liegt in der Empfindlichkeit des Materials.

 

 

Die Christophoruslegende

Die Legende vom heiligen Christophorus gehört zu meinen Lieblingsgeschichten, die ich im vierten Schuljahr erzähle, seit ich diese Geschichte in dem Heft "Religionspädagogische Praxis 1989/4 entdeckt habe. Bevor ich zu den biblischen Figuren kam, habe ich sie immer mit Legematerial nach Anregungen des Heftes erzählt. Im Schuljahr 2003/2004 sind folgende Bilder zur Geschichte entstanden, teils in der Schule, teils zu Hause nachgestellt, da zu wenig Zeit war für das Fotografieren. Mit vielen Figuren und Legematerial zu arbeiten, bedeutet immer einen riesigen organisatorischen Aufwand für den Fachlehrer, der nur 45 Minuten Zeit hat.

Mit diesen Bilder hatten wir eine Plakat-Bildergeschichte gestaltet. Schüler haben zu jedem Bild eine kurze Zusammenfassung geschrieben, die ich hier übernehme. Im RPP Heft 1989/4 ( www.rpa-verlag.de) finden sich zwei unterschiedliche Erzählungen der Legende. Ich habe mich an die Erzählung nach Franz Kett und Monika und Roland Hirschauer gehalten.

 

Die Christophorus-Legende

gestaltet von den Klasse 4a/4d der Münchhausenschule im Schuljahr 2003/2004

 

 

Reprobus war sehr traurig, denn niemand wollte etwas mit ihm zu tun haben. Er war riesengroß. Sein Aussehen jagte den Menschen einen Schrecken ein. Reprobus, den Verdammten, nannten die Leute ihn. Einmal sah er sein Gesicht im Wasser. "Ich sehe wirklich schrecklich aus", dachte er. Er beschloss die Menschen zu verlassen. Er wollte mit seiner Kraft und Größe dem mächtigsten und größten Herrn der Welt dienen. (Nina Schlunski)

 

Reprobus ist im Palast des mächtigsten Königs angekommen. Gerade ist der Einmarsch des Königs mit seinem Heer. Reprobus sagte zum König: "Ich möchte dir dienen!" Da antwortete der König: "Ja, du bist so riesig und stark, da kann ich nicht nein sagen." Nun ist Reprobus Soldat des Königs und zieht für ihn siegreich in viele Kriege. (Andreas Koser)

 

Eines Tages, als Reprobus von einer glorreichen Schlacht zurückgekommen war, gab es eine Feier. Auf dem Fest trat ein Musiker auf. Er besang den Ruhm des Königs. Als er sang: "Der König ist der Größte, er hat noch nicht mal vor dem Teufel Angst", da erschrak der König und rief: "Lass' bloß den Teufel aus dem Spiel!" Da dachte Reprobus, der König hat ja Angst vor dem Teufel, also muss der Teufel noch mächtiger sein. So machte er sich auf die Suche nach dem Bösen. (Nikolas Merget)

 

In einer einsamen Einöde fand Reprobus den Teufel. Er sagte, er wäre der mächtigste Herr der Welt. Von nun an diente Reprobus dem Bösen. Wo er hinkam, war nur Streit, Zwietracht und Unglück, denn das Böse war nun mit ihm. Er wanderte mit dem Teufel, bis sie eines Tages zu einem Wegkreuz kamen. (Katrin Fecher)

 

Als der Teufel das Kreuz sah, wandte er sich ab und eilte davon. Reprobus aber konnte seinen Blick nicht abwenden. Er war beeindruckt und gefesselt von dem Mann am Kreuz mit seinen ausgebreiteten Armen und seinem gütigen Gesicht. "Wer ist dieser Mann", fragte er die Leute, "und wo finde ich ihn?" Denn Reprobus hatte die Angst des Teufels gespürt und nun wusste er. Es gibt einen, der ist mächtiger als das Böse. (Stefanie Dursun)

 

 Reprobus ging in den Wald, um dort zu suchen. Er traf einen Einsiedler und fragte ihn: "Weißt du, wer der Mann am Kreuz ist und wo ich ihn finden kann?" Der Einsiedler antwortete: "Es ist Jesus Christus, er ist der größte und mächtigste Herr." - "Wie kann ich ihm denn dienen?", wollte Reprobus wissen. Der Einsiedler riet: "Du kannst beten und fasten, so wie ich es mache." - "Nein, das ist nichts für mich, ich bin groß und stark. Ich muss essen", antwortete Reprobus. "Dann diene ihm mit deiner Kraft und Größe. Du kannst Leute über den reißenden Fluss bringen." Reprobus baute sich eine Hütte am Fluss und diente dort sieben Jahre lang den Menschen. (Michelle Simon)

Es war eine stürmische Nacht. Da rief ihn eine Stimme: "Reprobus, Reprobus!" Er trat vor die Tür, aber niemand war da. Da rief ihn wieder die Stimme: "Reprobus, Reprobus!" Er ging hinaus, aber wieder war niemand da. Da rief ihn zum dritten Mal die Stimme: "Reprobus, Reprobus!" Er trat vor die Tür und sah ein kleines Kind. Das Kind sagte: "Ich möchte über den Fluss!" Reprobus nahm das Kind auf seine Schultern und stieg ins Wasser. Auf einmal wurde der Fluss immer reißender und das Kind immer schwerer. Schon drohte Reprobus mit dem Kind in den Fluten umzukommen, doch da erreichte er mit letzter Kraft das rettende Ufer. (Lukas Massoth)
Reprobus setzte das Kind keuchend ab. "Ich wäre fast im Wasser umgekommen. Du wurdest immer schwerer. Mir war, als hätte ich die ganze Welt auf meinen Schultern getragen", sagte er. Da antwortete das Kind: "Ich bin der, den du gesucht hast: Christus, der Herr des Himmels und der Erde. Ich vertraue dir ein Geheimnis an. Du findest mich in allen Kleinen und Schwachen, die deine Hilfe brauchen." (Jacqueline Böres)

Das Kind gab Reprobus einen neuen Namen. "Du sollst von nun an Christophorus heißen. Das bedeutet Christusträger, denn durch den Fluss hast du mich getragen." Christophorus hatte sich verändert. Er sah sein Gesicht im Wasser: fröhlich und schön. Aber nicht nur er hatte sich verändert. Auch sein Stab, in dem schon lange kein Leben mehr war, war über Nacht zu einem grünen Baum erblüht. Da wusste er, dass er wirklich den Herrn des Lebens gefunden hatte. (Jessica Ewald)

 

Die Leute kamen nun oft zu Christophorus. Sie spürten seine Freundlichkeit und Güte und baten ihn oft um Hilfe. So diente er weiterhin Christus in allen, die seine Hilfe brauchten, und er lebte in Frieden mit sich und den Menschen. (Amanda Liebich)