
(aus dem Werbeflyer der ABF e.V.)
Die Figuren ermöglichen einen ungewöhnlichen Zugang zu
biblischen Geschichten. Gestellte Szenen erleichtern dem Betrachter die
Identifikation mit den Gestalten der Bibel und deren Aussagen. Durch die Arbeit
mit den Figuren werden Glaubensinhalte begreifbar gemacht, kann man sich mit
seiner Figur in eine Geschichte
hineinbegeben, Position beziehen. Biblische Geschichten werden so erlebbar
und können den Betrachter auf ganz neue Weise ansprechen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Sie dienen der religiösen
Unterweisung im Kindergarten, in der Schule, in der Gemeindekatechese. Sie
können in Kindergottesdiensten, an Bibeltagen oder zur persönlichen Meditation
eingesetzt werden. Als Erzählfiguren mit nicht-biblischer Kleidung können sie in
der therapeutischen Praxis, als Erzählfiguren für Märchen oder als
Gesprächhilfen in der Mediationsarbeit Verwendung finden.
Woher kommen die biblischen Figuren/biblischen Erzählfiguren
Unter diesen Bezeichnungen entstanden die biblischen Figuren in den 60er Jahren vor allem in der Schweiz. Sie entwickelten sich aus der mittelalterlichen Tradition der Weihnachtskrippen. Das Bedürfnis nach beweglichen Krippenfiguren führte zur Entwicklung der biblischen Figuren. An der Ausprägung in ihrer heutigen Gestalt waren in der Schweiz maßgeblich beteiligt: die Ordensfrau Anita Derungs, Doris Egli, Beatrice Zimmermann und weitere Frauen.
Neben der Arbeitsgemeinschaft Biblische Figuren (ABF) gibt es in Deutschland den von Doris Egli gegründeten efa (Egli-Figuren-Arbeitskreis). In der Schweiz haben sich die Kursleiterinnen vom Schwarzenberg, dem Ursprungsort der Figuren zur vkbfs (Vereinigung Kursleiterinnen Biblische Figuren Schwarzenberg) zusammengeschlossen. Die Figuren der verschiedenen Vereinigungen unterscheiden sich nur unwesentlich. Das Ziel aller Vereine ist das gleiche: die Verbreitung der biblischen Botschaft mit Hilfe der Figuren. Alle haben sie hohe Qualitätsansprüche. An der Weiterentwicklung der Figuren wird weiterhin gearbeitet, immer wieder fließen Verbesserungsvorschläge ein.
Wie eine biblische Erzählfigur entsteht
Die Figuren sind nicht käuflich zu erwerben, sondern werden in Werkkursen unter Anleitung ausgebildeter WerkkursleiterInnen hergestellt.

(Kursleiterausbildung Stift Urach Februar 2005)
Die Figuren werden in sechs Größen angeboten. Zusätzlich gibt noch zwei Babygrößen und ein Krabbelkind. Diese haben jedoch keinen Hartschaumkopf und keine Bleifüße.
In einem Werkkurs mit ca. 14 Arbeitsstunden können zwei Figuren und ein Baby samt Kleidung gefertigt werden. Kenntnisse im Nähen und etwas Geschicklichkeit sind Vorraussetzung.
Viele Arbeitsschritte...
einzeichnen, zuschneiden, schleifen der Hartschaumköpfe
aufkleben des Kopfes, wickeln des Halses, polstern der Hände, wickeln der Arme
formen des Gesichtsfeldes
einkleben der Füße
nähen und stopfen des Bauches
wickeln der Beine
beziehen des Kopfes und des Köpers mit Duvetine
zuschneiden oder nähen und aufkleben der Perücke
nähen von Kleidung und Accessoires
...sind erforderlich bis eine fertige Figur vor uns steht.

(gefertigt von Frau Astrid Mordan, September 2005)